André Rieu und das Johann Strauss Orchester

20.11.2014 09:10

 

Pressemitteilung
 
Der Walzerkönig im Januar auf großer Tour auch wieder im Osten Deutschlands unterwegs!
André Rieu und das Johann Strauss Orchester
Deutschland – Jubiläums - Tour 2015
14. Januar, 20.00 Uhr, Rostock / Stadthalle
15. Januar, 20.00 Uhr, Leipzig / Arena
23. Januar, 20.00 Uhr, Magdeburg / GETEC Arena
  
Die Fans des niederländischen Walzerkönigs dürfen sich auf ein völlig neues Programm mit großartiger Show freuen. Vorher plauderte er noch über seine Liebe zu Italien und seine Art zu komponieren. Erfahren Sie im exklusiven Interview, warum André Rieu niemals Urlaub am Gardesee machen würde und weshalb und in wen er von klein auf verliebt ist.
   
Herr Rieu, Ihr neues Album heißt „Eine Nacht in Venedig“.  Was würden Sie tun, wenn Sie eine Nacht in Venedig wären?
Was würde ich tun…ich glaube, alles, was romantisch ist. Gondel fahren, auf dem Markusplatz sitzen – einfach herumschlendern, über die vielen Brücken spazieren, die Palazzi bewundern und mich treiben lassen. Und hoffen, ich würde irgendwo Commisario Brunetti begegnen und mit ihm ein Glas Wein trinken! (lacht)  
   
Sie sind Donna Leon Fan?
Oh ja, sehr. Marjorie und ich verpassen keine Folge.
 
Sie haben die Titelmelodie zu Donna Leon geschrieben und auf dem neuen Album finden sich ebenfalls drei eigene Kompositionen, die alle Venedig gewidmet sind…
…genau. Ein Walzer La Gondola, eine Tarantella und das für mich eigentlich wichtigste Stück auf dem neuen Album, Love in Venice.  
   
Das Stück „Love in Venice“ haben Sie auf facebook und youtube George Clooney und Amal Alamuddin gewidmet…
Ja! Wir hatten es gerade fertig, als die beiden geheiratet haben. Ich wünsche beiden nur das Allerbeste und hoffe, es bringt Ihnen Glück. Meine Frau findet es das Romantischste, das ich je komponiert habe. Wir sind jetzt 39 Jahre verheiratet, also ich denke, wir haben alles richtig gemacht. Vielleicht schaffen die das auch, ich hoffe es. (lacht)  
   
Was ist das Besondere an der Komposition „Love in Venice“?
Normalerweise spiele ich eine Stradivari, aber für „Love in Venice“ habe ich eine Violine mit einem anderen Klang gesucht. Er sollte weicher, liebender sein. Ich habe viele Geigen ausprobiert und auch wirklich eine wunderschöne, sehr sanfte gefunden, die perfekt zu dem Stück passte.  
   
Welche Rolle spielt das Komponieren in Ihrem Leben?
Mozart hat mit der linken Hand komponiert und mit der rechten gleichzeitig Billard gespielt, getrunken und Liebe gemacht. So funktioniert das bei mir nicht. Es ist nicht leicht, Zeit dafür zu finden, weil ich oft auf der Bühne stehe und wir ständig reisen. Ich komponiere zusammen mit meinem ersten Geiger Frank Steijns, der auch ein hervorragender Pianist ist. Das Thema für „Bella Tarantella“ ist mir zum Beispiel eingefallen, als ich mit Frank  in einem Taxi in Santiago in Chile saß. Plötzlich war es da. Dieser Moment war wunderbar!  
   
Hätten Sie sich vorstellen können, nicht Geige, sondern ein anderes Instrument zu spielen?
Mein Vater war Dirigent, und gab mir mit fünf Jahren meine erste Violine. Ich habe sofort gespürt, dass dieses Instrument wie eine Stimme ist. Man spürt ihre Vibration, während man sie spielt. Ein Klavier ist auch ein fantastisches Instrument, aber es gibt keinen direkten Kontakt mit dem Körper. Die Geige ist diesbezüglich einzigartig auf der Welt; sie ist ganz nah bei dir. Und das ist es, was ich so an ihr mag.   
   
Das klingt wie eine Liebesbeziehung…
Ja, das ist es. Wenn man täglich Stunden mit einem Instrument verbringt, muss man es lieben. Sonst wird es zur Qual.  
   
Es gibt keine Liebe ohne gebrochene Herzen. Ist Liebeskummer auch in Ihrer Musik zu finden?
Ich denke, dass Traurigkeit und Liebe zueinander gehören, so wie Traurigkeit und Freude. Ich glaube nicht, dass es Liebe ohne Liebeskummer geben könnte. Das gehört zusammen. Wenn ich eine Person liebe, dann zu 100 Prozent. Aber Liebeskummer findet sich auch in meiner Musik.   
   
Azzurro, Volare, That’s Amore, O sole mio…in vielen Stücken auf dem neuen Album geht es um Sehnsüchte…
Genau und um Romantik. Das Stück „La Gondola“ ist zum Beispiel sehr melancholisch. Auch in jedem Walzer von Johann Strauss werden sie Freude, Liebe und Trauer finden, wie z.B. im Lagunenwalzer. Und in der Literatur. Nicht umsonst heißt eines der berühmtesten Bücher von Thomas Mann „Tod in Venedig“. Venedig ist eigentlich ein Inbegriff von Schönheit und Romantik – aber eben auch von Vergänglichkeit – eigentlich ein bisschen im Gegensatz zu den anderen Städten Italiens.  
   
Zum Beispiel Rom?
Ja, Rom ist ganz anders, aber auch fantastisch. Ich könnte Stunden im Kolosseum verbringen – wenn ich nicht Musiker geworden wäre, dann Architekt.  
   
Woher kommt diese Liebe zu Italien, die ja viele Nordeuropäer haben?
Das liegt an der Sonne und an der Liebe. Marjorie und ich lieben das Land beide sehr, sind große Fans des italienischen „Way of Life“. Marjorie spricht perfekt Italienisch und wir fahren einmal im Jahr privat eine Woche dorthin.    
   
Also findet man Sie im Sommer auf dem Campingplatz am Gardasee?
Haha, nein! Wir fahren meistens nach Rom und auch nicht zur Hauptreisezeit. Da könnte ich mich sonst gar nicht unerkannt bewegen, das wäre kein Urlaub für mich.
 
Im Januar und Februar 2015 kommen Sie mit dem Johann Strauss Orchester für rund zwanzig Konzerte nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz. Was erwartet das Publikum?
Ein völlig neues Programm mit vielen italienischen Hits, die unser Publikum hoffentlich den Winter vergessen lassen, aber auch Walzern, Oper, Operette, Filmmusik. Und die Berlin Comedian Harmonists sind 2015 auf Tour dabei. Und am Ende feiern wir alle eine große Party. Ich freue mich schon sehr auf Sie alle.    
 
Das Gespräch führte Sophie Keudell.  
 
Tickets für o.g. Konzerte gibt es unter www.kaenguruh.de und an allen bekannten Vorverkaufstellen.
 
Foto- und Akkreditierungswünsche senden Sie bitte per Mail an presse@kaenguruh.de. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern unter 0345 / 20 93 415 gern zur Verfügung.Pressetext und Fotos finden Sie im Anhang und unter www.kaenguruh.de im Pressebereich.