500 Designs, keine Überproduktion: GERMENS als Gegenmodell zur Fast Fashion
W enn ich über Fast Fashion spreche, geht es für mich nicht um Moralpredigten, sondern um ein simples Problem: Überproduktion. Es wird zu viel hergestellt, zu viel gelagert, zu viel reduziert – und am Ende wird zu viel entsorgt. GERMENS funktioniert anders. Wir halten eine riesige Designwelt im Shop bereit, aber wir produzieren nicht „auf Verdacht“. Genau dadurch können wir 500+ Designs anbieten, ohne Lagerberge aufzubauen.
On-Demand: Vielfalt entsteht erst, wenn bestellt wird
Das Prinzip ist einfach: Viele Teile werden bei uns erst nach Bestellung gefertigt. Das klingt nach „langsamer“, ist aber in Wahrheit die Voraussetzung für Vielfalt. Denn wenn ich nicht tausende Hemden in zehn Größen vorproduzieren muss, kann ich Designs im Sortiment halten, die in klassischer Industrieproduktion niemals wirtschaftlich wären. Das ist für mich der Kern: Auswahl für den Kunden – ohne Risiko der Überproduktion.
Einblicke in die Planung: Manufaktur statt Saison-Überfluss
Wir planen nicht wie eine typische Modemarke mit „Frühjahr/Sommer = Lager füllen“ und „Herbst/Winter = abverkaufen“. Wir planen in Fertigungsfenstern und Auftragsbündeln. Typischerweise entstehen dabei keine riesigen Serien, sondern überschaubare Chargen – oft pro Design nur wenige Stücke, manchmal sogar einzelne Größen als Einzelstücke. Dadurch vermeiden wir genau das, was Fast Fashion ausmacht: Massenproduktion ohne konkrete Nachfrage.
Was wir bewusst vermeiden – und warum das zählt
Wir vermeiden Lagerdruck, Überhänge und den Zwang, Ware „rauszuhauen“, nur um Platz zu schaffen. Wir vermeiden auch, Designs zu vereinfachen, nur damit sie schneller und billiger produzierbar sind. Unsere Motive werden schnittmuster-genau angepasst und als platzierter Druck umgesetzt – das ist aufwendig, aber es sorgt dafür, dass das Hemd als gestaltetes Objekt wirkt, nicht wie Meterware. Kurz gesagt: Wir verzichten lieber auf die Abkürzung, damit das Ergebnis stimmt.
Wer sich einen Überblick über die Auswahl verschaffen möchte, startet hier: Hemden Herren. Und wer ohne Wartezeit etwas Besonderes sucht, findet diese Stücke hier: Sofort verfügbare Produkte.
Damit bei so viel Auswahl auch die Passform sicher sitzt, gibt es bei uns den Anprobierservice für Zuhause. Und wenn danach noch individuell angepasst werden soll, nutzen viele den Änderungsservice.
Für mich ist das Gegenmodell zur Fast Fashion nicht „weniger Auswahl“, sondern bessere Logik: erst Nachfrage, dann Fertigung. So bleibt Vielfalt möglich – ohne die typischen Nebenwirkungen der Überproduktion.
René König
Gründer & Inhaber von GERMENS artfashion