Schnitt, Größen, Passform: Warum XS bis 6XL nicht nur Marketing ist
X S bis 6XL klingt auf dem Etikett nach großer Auswahl. In der Praxis ist es vor allem eins: konsequente Arbeit an Passform und Design. Denn ein Hemd wächst nicht proportional. In größeren Größen nimmt die Breite deutlich stärker zu als die Höhe. Genau deshalb kann man weder Schnitt noch Artwork einfach vergrößern. Ein Hemd in XS soll genauso stimmig wirken wie ein Hemd in 6XL – nicht wie eine aufgeblasene Kopie.
Design ist Proportion – und wird je Größe neu ausbalanciert
Der wichtigste Punkt ist die Bildwirkung. Ein Motiv, das in XS perfekt sitzt, kann in 6XL plötzlich „kippen“, wenn man es nur skaliert: Elemente wirken zu breit, sitzen optisch zu tief, Abstände verlieren Rhythmus oder Details landen ungünstig an Knopfleiste, Nähten und Kanten. Der Grund ist simpel: Das Hemd wird in der Breite schneller größer als in der Höhe – das verändert die gesamte Fläche, auf der ein Design wirken muss.
Deshalb werden die Designs bei GERMENS je Größe angepasst – als gestalterische Korrektur, nicht als automatischer Skalier-Schritt. Motive werden neu positioniert, Abstände neu balanciert, Übergänge an Nähten geprüft und die Wirkung im Gesamtbild kontrolliert. Ziel ist immer identisch: gleiche Präsenz, gleiche Bildlogik, gleiche Stimmigkeit – von XS bis 6XL.
Passformarbeit: Das Hemd wächst nicht „gleichmäßig“
Was fürs Design gilt, gilt auch für die Konstruktion. Proportionen verändern sich nicht linear: Schulter, Brust, Rückenlänge, Armweite, Kragen und Manschetten verschieben sich – und zwar unterschiedlich. „Einfach größer machen“ führt schnell zu typischen Problemen: eine ziehende Knopfleiste, zu enge Oberarme, ein Kragen, der nicht sauber liegt, oder ein Hemd, das beim Sitzen hochrutscht. Gute Passform heißt daher: Schnittteile neu ausbalancieren, damit der Sitz in jeder Größe stimmt.
Komfort & Alltag: Baumwolle, die mitmacht
Passform zeigt sich im Alltag: beim Sitzen, Gehen, Gestikulieren, beim langen Tag im Büro oder unterwegs. Baumwolle unterstützt das, weil sie natürlich, komfortabel, geruchsneutral und langlebig ist. Sie fühlt sich nicht nach „steifer Anlasskleidung“ an, sondern bleibt alltagstauglich. Zusammen mit sauberer Schnittarbeit entsteht ein Hemd, das gut aussieht und sich gut trägt – über viele Stunden.
Details, die den Look stabil halten
Damit das Hemd auch nach Stunden ordentlich wirkt, zählen die Konstruktionsdetails: die GERMENS Kragenkerbe, Schrägmanschetten, robuste Knöpfe, Kentkragen mit Edelstahlstäbchen und präzise Nähte. Das ist nicht Dekoration, sondern Stabilität im Alltag – und genau die merkt man, wenn ein Hemd „in Form“ bleibt statt schnell zu ermüden.
Servicefaktor: Größe sicher wählen, Sitz gezielt optimieren
Wer viele Größen anbietet, sollte die Größenwahl planbar machen. Dafür gibt es den Anprobierservice für Zuhause: mehrere Größen testen, in Ruhe entscheiden, ohne Rätselraten. Und wenn es danach um Feinschliff geht – etwa Ärmel, Länge oder Taillierung – nutzt man den Änderungsservice.
René König
Gründer & Inhaber von GERMENS artfashion