Städtereise Nizza – Promenade, Altstadt, Salz in der Luft
Ich merke in Nizza zuerst den Klang: Kiesel rollen unter Schuhsohlen, Wellen schieben sie wieder zurück, und irgendwo klackt eine Espressotasse auf Marmor. Das Licht ist hier nicht einfach hell, es ist wie ein Filter – weich am Morgen, scharf am Mittag, golden, sobald die Sonne tiefer steht. Wussten Sie, dass Giuseppe Garibaldi aus der Stadt stammt? Ein Freiheitskämpfer der italienischen Einigung.
Kieselstrand, Geländer, erstes Tempo
Der Start ist fast immer ein Spaziergang an der Promenade des Anglais. Links das Meer, rechts Fassaden in Creme und Ocker, dazwischen Jogger, Kinder mit Rollern, Menschen, die einfach nur schauen. Ich mag es, wie die Stadt am Wasser die Haltung vorgibt: aufrecht, aber nicht steif. Ein kurzer Abstecher hinunter zum Strand, die Hand einmal durch die runden Steine, und schon ist man wach.
Altstadtgassen: Schatten, Duft, kleine Entscheidungen
Von der breiten Promenade in die Altstadt ist wie ein Schnitt im Film: plötzlich enge Gassen, Wäsche über dem Kopf, Stimmen, die an den Wänden hängen bleiben. Zwischen Marktständen, Gewürzen, Oliven und Blumen entscheidet man alle zehn Meter neu: noch eine Seitenstraße, noch ein Innenhof, noch ein Bogen. Wenn Sie Lust auf etwas Typisches haben, dann gönnen Sie sich einmal Socca – warm, pfeffrig, am besten direkt auf die Hand.
Blick von oben: warum man den Umweg macht
Spätestens am Nachmittag lohnt der kurze Anstieg zur Höhe: Von oben wird sichtbar, wie sehr Nizza von Linien lebt – Küste, Hafen, die Kurve der Bucht, die strengen Achsen der Stadtplätze. Unten schiebt sich der Verkehr, oben hört man Wind, Taubenflügel, und das entfernte Rauschen der Brandung. Das ist der Moment, in dem Fotos leicht gelingen, weil die Stadt sich selbst komponiert.
Abend zwischen Plätzen, Hafen und einem großen Namen
Gegen Abend wird das Zentrum lebendiger, ohne hektisch zu werden: Menschen treffen sich auf Plätzen, schlendern Richtung Hafen, bleiben vor Schaufenstern stehen. Wenn Sie einen klassischen Namen der Riviera sehen wollen, gehen Sie am Meerhorizont entlang bis zum Le Negresco – nicht als Pflichtfoto, eher als kleiner Blickfang, an dem man spürt, wie lange hier schon Reisende ankommen. Und falls Ihre Reise in den Februar fällt: Der Karneval von Nizza gibt der Stadt noch einmal eine andere Stimme – lauter, bunter, aber immer noch mit Meer im Hintergrund.
Hemd im Rucksack, Kopf frei in der Stadt
Ich gehe hier lieber im Hemd als im T-Shirt: angezogen ohne overdressed, gut für Museum oder Restaurant, und man wird erstaunlich oft höflicher angesprochen – weniger „typischer Tourist“, mehr Gespräch auf Augenhöhe; ein leichtes Langarmhemd aus geruchsneutraler, natürlicher Baumwolle ist bei Sonne, Wind und wechselnden Temperaturen angenehm, und ein zweites Hemd für den Abend lässt sich eingerollt platzsparend verstauen. Wer schauen will, was es gibt: Hemden zeigen die Künstlerdesigns (XS bis 6XL) mit Kragenkerbe, Schrägmanschetten, robusten Knöpfen, Kentkragen mit Edelstahlstäbchen und präzisen Nähten; wenn es schnell gehen soll, helfen Sofort verfügbare Produkte, für die Größe ist der Anprobierservice beruhigend, und falls etwas angepasst werden muss, gibt es den Änderungsservice; nach einem Tag am Meer reichen meist einfache Pflegehinweise – und für alle, die zum ersten Mal bestellen, sind die Hinweise zu Produkten auf Anfertigung die beste Orientierung.
René König
Gründer & Inhaber von GERMENS artfashion