Städtereise Straßburg – Wasserlinien, Fachwerk, Europa
Straßburg hat dieses seltene Talent, gleichzeitig leise und präsent zu sein. Das Licht spiegelt sich in den Kanälen der Ill, die Pflastersteine wirken wie frisch poliert, und irgendwo klackt eine Tram über die Schienen, als würde sie den Takt für den Tag vorgeben. Zwischen Fachwerk und Sandstein liegt eine Gelassenheit, die man nicht erklären muss – man merkt sie beim Gehen.
Wenn ich mich orientiere, mache ich es gern über ein einziges Wort: Strasbourg. Von dort aus ist alles schnell greifbar: ein kurzer Weg über eine Brücke, ein Blick in ein Schaufenster, ein Abzweig in eine Gasse – und plötzlich steht man zwischen Postkartenmotiven, die sich an einem ganz normalen Vormittag erstaunlich echt anfühlen.
Wussten Sie, dass Gustave Doré aus Straßburg stammt? Er war ein weltberühmter Illustrator und Kupferstecher – und wenn man hier an den Fassaden entlangschaut, versteht man sofort, warum ausgerechnet ein Zeichner aus dieser Stadt kommen konnte: Straßburg ist voller Linien, Konturen und kleiner Details, die das Auge festhalten.
Der Morgen: Inselstadt-Gefühl auf der Grande Île
Früh wirkt die Altstadt wie eine Insel, die gerade erst wach wird. Ich gehe über die Grande Île, vorbei an Bäckereidüften und an Fenstern, hinter denen noch das erste Licht angeht. Auf der Place Kléber wird gefegt, als wäre der Platz eine Bühne, die später von Flaneuren bespielt wird. Ein paar Minuten weiter wechseln die Fassaden: mal reich verziert, mal streng, dann wieder weich gealtert – immer begleitet vom Wasser, das irgendwo in der Nähe mitschwingt.
Petite France: Wasser, Holz, Schatten
In der Petite France wird alles fototauglich, ohne dass es geschniegelt wirkt. Fachwerk hängt über dem Kanal, Geranien kämpfen um den besten Platz am Geländer, und das Wasser macht aus jedem Winkel eine zweite Version der Stadt. Ich bleibe an den Ponts Couverts hängen, schaue hinüber zum Barrage Vauban und merke, wie schnell Straßburg einen aus dem Kopf heraus in die Beobachtung zieht: Ein Fahrrad klingelt, ein Kellner stellt Stühle zurecht, und unter den Brücken wird der Ton gedämpfter, als hätte die Stadt dort einen eigenen Ruhemodus.
Münsterblick: Stein, der nach oben zieht
Irgendwann fällt der Blick automatisch nach oben. Das Straßburger Münster wirkt nicht wie ein Programmpunkt, sondern wie eine Orientierung im Stadtbild: Man kann es nicht übersehen, und selbst wenn man es nicht sucht, findet man es. Am Platz davor steht man zwischen Reisegruppen, Einheimischen mit Einkaufstaschen, Kindern, die dem Schatten nachlaufen. Das ist das Schöne hier: Die großen Bauwerke werden nicht museal behandelt, sie sind Teil des Alltags.
Eine Stunde drinnen: Dinge, die nach Zuhause riechen
Wenn der Wind am Nachmittag kühler wird, ist ein Indoor-Stopp genau richtig. Im Musée Alsacien verliert man sich angenehm: Holz, Stoffe, alte Stuben, Alltagsobjekte – nicht pompös, eher nah. Draußen geht es weiter über Uferwege, entlang der Ill, und irgendwann landet man fast unbemerkt in einer ganz anderen Erzählung der Stadt: im Europa-Viertel, wo die Straßen breiter werden, die Perspektiven klarer, und die Architektur plötzlich das Wort „Gegenwart“ ausspricht.
Abendmodus: angezogen, aber nicht steif
Straßburg hat viele Momente, in denen ein T-Shirt schlicht zu touristisch wirkt – nicht, weil es falsch wäre, sondern weil man mit einem Hemd schneller dazugehört. In einer Winstub wird man häufig direkter angesprochen, manchmal sogar etwas höflicher bedient, und für spontane Stopps in Restaurant, Konzert oder Museum ist man ohne Nachdenken passend angezogen. Genau deshalb packe ich auf Städtereisen gern ein Langarmhemd ein – und zwar nicht als „das eine Hemd für alles“, sondern als Option: eins für tagsüber, ein zweites als Wechselhemd für den Abend, leicht eingerollt und platzsparend im Rucksack. Der Baumwollstoff ist angenehm natürlich, geruchsneutral, komfortabel und alltagstauglich, und er macht Wind wie Sonne gut mit, ohne dass man sich verkleidet fühlt.
Wenn ich dabei ein GERMENS Hemd trage, mag ich genau dieses Zusammenspiel: von Künstlern entworfen, mit einem Schnitt, der auffällt, ohne laut zu sein – und in Größen von XS bis 6XL. Die Qualität spürt man eher, als dass man sie erklären müsste: Kragenkerbe, Schrägmanschetten, robuste Knöpfe, Kentkragen mit Edelstahlstäbchen und präzise Nähte wirken wie kleine Sicherheiten für unterwegs. Falls der Trip spontan wird: In den sofort verfügbaren Produkten findet man schnell passende Stücke; und wenn es beim ersten Mal sitzen soll, hilft der Anprobierservice für Zuhause.
Kommt ein Regenschauer oder landet am Abend ein Klecks Soße auf dem Ärmel, ist das kein Drama: Die Pflegehinweise sind schnell zur Hand, und für kleine Anpassungen gibt es den Änderungsservice. Wer zum ersten Mal bestellt und wissen will, warum manches angefertigt wird, findet die Details in den Hinweisen zu Produkten auf Anfertigung.
Und dann passiert in Straßburg oft das, was ich an guten Städtereisen liebe: Man plant den Tag um Sehenswürdigkeiten herum, aber am Ende bleiben die kleinen Momente hängen. Das Klingen der Tram, das Wasser unter der Brücke, der Wechsel von Fachwerk zu moderner Glasfront, und genau einmal eine Tarte flambée, die so gut schmeckt, dass man kurz still wird. Straßburg kann groß sein – und sich trotzdem wie ein Spaziergang anfühlen.
René König
Gründer & Inhaber von GERMENS artfashion